Das Nürnberger Energiewendebündnis stellt sich vor


Wir engagieren uns - vor allem auf kommunaler Ebene – für die Umsetzung der Energiewende


Unsere Forderungen und Ziele:

Kleine Chronik des Energiewendebündnisses

Energiewende im kommunalen Bereich – dafür hat sich das Energiewendebündnis in den vergangenen Jahren stark gemacht, beachtliche Erfolge verzeichnet aber auch viele Rückschläge hinnehmen müssen. Wie hat sich dieses Bündnis überhaupt zusammengefunden?
Im Herbst 1993 kam von den Müttern gegen Atomkraft in Nürnberg die Initialzündung mit der simplen Fragestellung: Was tut sich eigentlich in Nürnberg zum Klimaschutz, nachdem die Stadt sich doch 1991 im Klimabündnis der Städte zu einer C02 Reduktion von 50 % bis 2010 verpflichtet hatte? Bald saßen Vertreterinnen und Vertreter von Müttern, Bund Naturschutz, Greenpeace, der Bürgerinitiative gegen Atomanlagen, dem Solarenergieförderverein und engagierte „Privatleute“ zusammen und machten erst mal Bestandsaufnahme. Damit verbunden war eine Podiumsdiskussion mit Stadträten im Juni 1994. Ergebnis: in Nürnberg bestand dringender Handlungsbedarf in Bezug auf Energieeinsparung und den Einsatz von erneuerbaren Energien. Durch fachlich fundierte Arbeit fand das Bündnis ein offenes Ohr beim damaligen Umweltreferenten der Stadt, Dr. Frank Schmidt, und auf unsere Anregung hin wurde im Mai 1995 im Rathaus ein öffentliches Hearing zu Energiefragen veranstaltet. Kurz davor hatten wir einen sehr gut besuchten Energiewendekongreß organisiert. Im Herbst desselben Jahres konnten wir dann schon die ersten Erfolge verbuchen: der Nürnberger Stadtrat beschloss die Einführung der Kostendeckenden Vergütung für Solarstrom und ein C02-Minderungsprogramm.
Seit Anfang 1995 finden auch regelmäßig im Rathaus sogenannte „Energietische“ statt, bei denen wir unsere Vorstellungen einbringen und kontrovers und fruchtbar mit Umweltreferent, Referenten anderer Ressorts, Stadträten, Vertretern der Stadtverwaltung, dem städtischen Energieversorger EWAG und beruflich und privat an Energiethemen interessierten Leuten diskutieren.
Im November 1997 wurde auf die Vorarbeit und eine Studie des EWB hin von der Stadt eine Abteilung für Kommunales Energie- und Wassersparmanagement eingerichtet.
Weitere herausragende „Erfolgserlebnisse“: ein großes Sonnenenergiewendefestival im Juni 1996 und im Juli 1997 das Bürgerbegehren Umweltreferat, mit dem wir die Abschaffung des Umweltreferates verhindern konnten. Für unsere Arbeit haben wir übrigens 1998 auch zwei Preise bekommen: den Lina-Schneider-Preis von Bündnis 90/Die Grünen und den Georg-Kurlbaum-Preis von der SPD.
Gegen die Umstellung des Nürnberger MAN-Heizwerkes von Gas auf Braunkohlestaub Kämpften wir heftig an - aber leider vergeblich.
Als sich die Atomlobby auf ihrer "kerntechnischen Tagung" 2005 in Nürnberg traf, traten wir ihr gemeinsam mit den Müttern gegen Atomkraft mit einer Pressekonferenz, Plakataktion, Demo und Dauerinfostand entgegen.

Auch heute mischen uns immer wieder in energiepoltische Belange in Nürnberg ein, um die Energiewende vornzutreiben und engagieren uns weiterhin gegen Atomkraft - vor allem unterstützen wir den Widerstand gegen ein Endlager in Gorleben.
Das Energiewendebündnis erhielt 2012 den Umweltpreis der Stadt Nürnberg.

Wir versuchten auch über viele Jahre, solares Bauen auch in Nürnberg zu verwirklichen, zum Beispiel in Form einer Solarsiedlung. Dazu organisierten wir auch Fahrten zur Solarsiedlung nach Freiburg und 2014 zur Passivhaussiedlung nach Heidelberg. Da allerdings in Nürnberg der politische Wille fehlt, haben wir unser Engagement für eine Solarsiedlung Ende 2014 eingestellt.
Seit 2013 beteiligen wir uns an der Klimapartnerschaft mit Nürnbergs nicaraguanischen Partnerstadt San Carlos



Unsere Highlights der letzten Jahre

Strom-Wechsel-Party 2010 in Nürnberg - so einfach kann Atomausstieg sein!
Tolles Kultur-Programm, super Stimmung - viele kamen und wechselten zu einem Ökostromanbieter

Die BI Lüchow-Dannenberg “erkundete” 2009 den Nürnberger Sandstein als Endlager für bayerischen Atommüll

Am 9.7.09 war die BI Lüchow-Dannenberg im Rahmen ihrer Deutschlandtour bei uns in Nürnberg zu Gast. Über diesen Besuch freuten wir uns sehr, ist doch das Wendland (d.h. der Raum Gorleben) das kreativ-bunte, herzliche, witzige, unermüdlich kämpfende und wunderbar chaotische Zentrum der deutschen Anti-Atombewegung. Wie versprochen (s.u.) baute die BI ihr Endlagersuchgerät auf und erkundete in einer tollen Inszenierung den Nürnberger Sandstein. Wir stellten gemeinsam fest: Er ist genauso geeignet oder ungeeignet wie der Salzstock in Gorleben.
Währenddessen transportierte die lokale Greenpeace-Gruppe bayerischen Atommüll per U-Bahn zur Endlagerstätte - sehr zur Verwunderung der Mitfahrenden. Aber irgendwo muss er ja hin - die Wendländer wollen ihn nicht haben!
Mit Straßen- und Kasperltheater informierte die BI die meist sehr unwissenden NürnbergerInnen über das Atommüll-Thema - unser Preisrätsel konnten nur sehr wenige lösen. Die Girlgroup “Direkt” sorgten mit ihren Auftritten für größere Menschenansammlungen, bracht diese sogar zum Tanzen und rief zur Teilnahme an der Demo am 5.9. in Berlin auf.
Liebe BI, schön dass Ihr bei uns wart - von Euch können und konnten wir etwas lernen: Sich nicht vom zermürbenden Kampf gegen die Atommafia verbittern zu lassen, denn Ihr habt Recht: “Mit einem Lächeln werden wir sie besiegen”

Artikel der Nürnberger Nachrichten zur Aktion: "Atommüll-Erkundungsbohrung vor der Lorenzkirche" vom 9.7.09 und "Kein Platz für den Atommüll vom 10.7.09


Zu unseren Anti-Atom-Aktivitäten: Castor / Gorleben / Demos


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90409 Nürnberg
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