Was ist nötig für die Begrenzung der Klimaerhitzung?
Sofort HANDELN!!!

Alle reden von Klimaschutz, aber keiner tut etwas, das über Kleinkram hinausgeht. Das ist nicht nur auf der kommunalen Ebene in Nürnberg so. Auf Landes und Bundesebene ist es auch nicht besser. Irgendwie scheinen alle zu glauben, dass der Klimawandel schon nicht so schlimm sei oder durch irgendein Wunder nicht eintritt.

Dabei sind die Fakten ja klar, wir müssen SOFORT von unserem hohen CO2-Ausstoß herunterkommen. Das heißt vor allem: Aus der Kohleverstromung aussteigen, die Energiewende (Strom- und Wärmeversorgung!) vorantreiben, eine Verkehrswende einleiten und weniger konsumieren.
Das Pariser Klimaabkommen ist auch für die Bundesrepublik bindend. Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, darf unser Land nur noch sehr wenig CO2 erzeugen; wieviel ist von Sachverständigen ganz eindeutig und klar benannt worden. Dieses CO2-Budget muss der Maßstab für das konkrete politische Handeln sein!

Basisfakten zum Klimawandel, die in der Wissenschaft unumstritten sind

  1. Er ist real.
  2. Wir sind die Ursache.
  3. Er ist gefährlich.
  4. Die Fachleute sind sich einig.
  5. Wir können noch etwas tun.
Mehr dazu bei klimafakten.de


Im persönlichen Bereich werden wir nicht darum herumkommen, auf manches zu verzichten, wenn es uns wirklich ernst ist mit Klimaschutz. Wir müssen unseren Lebensstil mehr und mehr auf ein für die Erde verträgliches Maß ausrichten. Mit Hilfe eines CO2 - Rechners kann man sich einen guten Überblick über den eigenen CO2-Ausstoß verschaffen und auch gleich sehen, in welchen Bereichen Einsparungen besonders wirkungsvoll sind.

Klimapartnerschaft zwischen Nürnberg und
San Carlos (Nicaragua)

Arbeitstreffen Klimapartnerschaft in San Carlos
Bereits seit 1985 besteht eine lebendige Städtepartnerschaft zwischen Nürnberg und der an der Südgrenze Nicaraguas gelegenen Kleinstadt San Carlos.

Die beiden Partnerstädte beteiligten sich zwischen 2012 und 2020 an dem vom Entwicklungshilfeministerium finanzierten Projekt 50 Kommunale Klimapartnerschaften bis 2015. Ziel ist es, dass beide Kommunen gemeinsam Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen entwickeln und umsetzen.

Im Nürnberger Projektteam, das aus VertreterInnen verschiedener städtischer Institutionen und zivilgesellschaftlicher Organisationen und Einzelpersonen bestand, war auch das Energiewendebündnis vertreten.

Negative Auswirkungen des Klimawandels in Nicaragua:

Während sich die Auswirkungen des Klimawandels in Nürnberg noch in Grenzen halten, haben sie in Nicaragua für die Bevölkerung des zweitärmsten Land Lateinamerikas leider bereits gravierende Ausmaße angenommen.

Petition für Naturschutzgebiet Los Guatuzos im Gebiet von San Carlos

Papaturro In der Avaaz-Petition (spanisch) geht es um den ausgetrockneten Fluss Papaturro im Grenzgebiet zu Costa Rica, der wegen des Klimawandels, El Niño und dem Reisanbau in Costa Rica ausgetrocknet ist. PapaturroDas ist für die Natur zerstörerisch, weil die Feuchtgebiete von Los Guatuzos, die eine große Artenvielfalt aufweisen, austrocknen. Und für die Bewohner des Gebiets ist es untragbar, da es der einzigste Weg in die Stadt ist. Mit dem Boot wird ALLES transportiert. Heute müssen sie mit ihren oft schweren Lasten zu Fuß einen Kilometer durch den Dschungel zurücklegen. Mit dieser Petition werden die Regierungen von Nicaragua und Costa Rica aufgefordert, das Problem endlich zu lösen.
Die Fotos stammen von unserer Reise 2014, als der Fluss gerade noch eben befahrbar war.

Laut Klima-Risiko-Index von German Watch gehört Nicaragua zu den 10 Staaten, die während der letzten 20 Jahre am stärksten von extremen Wetterereignissen betroffen waren (Rang 4!).

Die wichtigsten Projekte der Klimapartnerschaft:

In einem Videobeitrag stellte Ineke de Groot eine Bilanz des Klimaprojekts auf dem Zentralamerikatag in Nürnberg im März 2020 vor.

FUPROSOMUNIC - Solarprojekte für nicaraguanische Frauen

Solarherd Unabhängig von der Klimapartnerschaft besuchten zwei Nürnberger Delegationsmitglieder in Granada das Solarprojekt der Frauen von FUPROSOMUNIC. In mehreren nicaraguanischen Orten sind Gruppen der Solarfrauen vertreten, die Solar-Kochherde, PV-Anlagen, Solartrockungsanlagen für Früchte und effiziente Holzherde bauen. Außerdem ist ein Solarbildungszentrum in Catarina (bei Granada) geplant.
Wir waren vor allem an den Solarherden interessiert. Cristina Bermudez Hurtado von FUPROSOMUNIC, die für Granada verantwortlich ist, erklärte uns die Funktion und den Gebrauch eines Solarherdes bei Fatima, die den Herd seit einem Monat in Gebrauch hatte. Fatima war sehr zufrieden damit.
Solarkocher2 Die Solarkocher sind einerseits wie Kochkisten sehr gut isoliert. Zusätzlich bringt die Sonneneinstrahlung durch die oben aufliegende Glasscheibe den Inhalt zum Kochen. Ein Topf Bohnen benötigt drei bis vier Stunden, Reis drei Stunden Kochzeit. Dabei kommt es natürlich auch auf die Sonneneinstrahlung an - bei bedecktem Himmel greifen die Frauen auf den Holzherd zurück.
FUPROSOMUNIC bildet für an den Solarherden interessierten Frauen kleine Gruppen, in denen sie die Herde gemeinsam bauen. Material stellt FUPROSOMUNIC zur Verfügung und betreut auch die einzelnen Frauen danach weiter.
Gegründet wurde die Organisation 2004. Sie wird von der Schweizer Stiftung Frauen-Solarprojekt Nicaragua finanziert. 2013 erhielt FUPROSOMUNIC den Energy Globe World Award.