Ökostrom-Anbieter

Warum heute noch Ökostrom beziehen?

Auch wenn mittlerweile viele Atomkraftwerke abgeschaltet und die Energiewende eingeleitet wurde, empfiehlt das Energiewendebündnis den Umstieg auf einen Ökostrom-Anbieter. Wir haben hierfür auch schon eine sehr erfolgreiche Stromwechsel-Party (siehe unten) durchgeführt.

Unsere Gründe: Nach wie vor ist die Macht der “Großen Vier” Energieunternehmen E.on, RWE,Vattenfall und EnBW sehr groß, da sie den Strommarkt stark dominieren. Sie tun alles, um die Energiewende zu behindern. Gleiches gilt für Politiker, die die Interessen der “alten” Industrie vertreten und z.B. Gesetze für sie maßschneidern. Die Energiewende benötigt neue Denkweisen und neue, dezentrale Strukturen. Die fördert man am besser durch den Strom-Bezug bei einem Ökostrom-Anbieter und nicht, indem man weiterhin die Monopolisten unterstützt.

Grünstrommarktmodell
Um Strom aus Erneuerbaren Energien nach der neuen Gesetzesänderung auch als solchen direkt vermarkten zu können ohne über die Strombörse zu gehen, haben vier Ökostromanbieter das Grünstrommarktmodell entwickelt. Sie versuchen möglichst viele Unterstützer zu finden, damit es Gesetz werden kann.

Eine Marktanalyse des Umweltbundesamts von 2014 kommt zwar pauschal zu dem Schluss, dass Ökostromanbieter keinen Zusatznutzen für die Erneuerbaren brächten. Dieser Einschätzung stimmen wir nicht zu, da sie die politischen Einflussnahmen der Großen Vier und die zunehmenden politischen Versuche, die Energiewende zu verlangsamen und zu behindern, nicht berücksichtigt. Die von uns empfohlenen Ökostromanbieter engagieren sich auch für die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende.

Wasserstrom als Mogelpackung

Auf dem Strommarkt tummeln sich massenweise Anbieter von "Grünem Strom". Die allermeisten dieser Angebote bringen jedoch keinerlei Nutzen für die Energiewende.
Einige Stadtwerke bieten verdächtig billigen “Ökostrom” an. Dazu kaufen sie ganz normalen “Graustrom”, d.h. überwiegend Atom- und Kohlestrom, und erwerben lediglich zusätzlich billige RECS-Zertifikate von einem europäischen Wasserkraftanbieter. Damit ettiketieren sie den Strom als Ökostrom um, indem sie, bildlich gesprochen, dem Graustrom einfach den Aufkleber des RECS-Zertifikats verpassen. Der norwegische Wasserkraftanbieter seinerseits verkauft seinen Strom als Graustrom weiter, was seine Kunden wohl nicht stören dürfte. Die Stadtwerke bei uns vermarkten jedoch ganz legal den Strom als Wasserstrom - 100 Prozent Erneuerbar und so billig! Es gibt noch einen sehr großen Überschuss an europäischem Wasserstrom, der noch nicht als Ökostrom vermarktet ist, sodass durch den Kauf dieses Stroms alleine keine Nachfrage nach Neuanlagen geschaffen wird.

Unsere Kriterien für „sauberen“ Ökostrom:

  • Keinerlei Verflechtungen mit der Atom- und Kohlewirtschaft! Das heißt: Sobald E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall im Spiel sind, Finger weg! Denn dadurch unterstützt man den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken und den Betrieb und Neubau extrem klimaschädlicher Kohlekraftwerke. Die vier Energiemonopolisten behindern nach wie vor die Energiewende mit ihrem übergroßen Einfluss auf Politik und Wirtschaft. Daran ändern auch ihre tollen Marketingaktionen zu den Erneuerbaren nichts. Das sind reine Grünwaschungen. Ihre wirklichen Investitionen in Erneuerbare in Deutschland sind nach wie sehr gering, da sie sich selber mit ihren abgeschriebenen Atom- und Kohlekraftwerken, die ihnen großen Profit bringen, keine Konkurrenz machen möchten (an der Strombörse haben nämlich die Erneuerbaren Vorrang).
  • Größtmögliche Förderung des Baus neuer Anlagen zur Erzeugung von Erneuerbaren Energien.
  • Gleichzeitigkeit von Stromerzeugung und Abnahme durch die VerbraucherInnen. Hierfür ist Kraft-Wärme-Kopplung sehr wichtig, um die nötige Grundlast zu sichern - z.B. aus hocheffizienten Gaskraftwerken, die immer mehr von nachhaltig betriebenen Biomasse-Anlagen oder Erdwärme-Heizkraftwerken ersetzt werden können.
  • Transparenz: Offenlegung, aus welchen Anlagen der Strom kommt.

Wir empfehlen diese vier klassischen Ökostromanbieter:


Wir empfehlen auch Energiegenossenschaften:

Buergerwerke










Für die Region Neumarkt:
Logo Jurenergie




Strom-Wechsel-Party 2010 in Nürnberg - so einfach kann Atomausstieg sein!

Mütter gegen Atomkraft, Energiewendebündnis und Nürnberger Greenpeace-Gruppe veranstalteten am 15.4.10 eine Stromwechselparty im Nürnberger südpunkt. Zum tollen, kostenlosen Kulturprogramm mit Hilde Pohl , Oliver Tissot, Klaus Brandl, Chris Schmitt und Rudi Madsius, kamen über 200 Leute, von denen viele mit La Boum bis zum Schluss begeistert abtanzten.
Hilde Pohl dichtete einen WIND-Song in einen “Stromsong” um, der zum Umstieg animieren soll. Im Foyer waren Stände der vier echten Ökostromanbieter vom Bündnis "atomausstieg-selber-machen.de" aufgebaut, an denen sich die BesucherInnen ausführlich beraten lassen konnten. Auch die Nürnberger Greenpeace-Gruppe war mit einem gut besuchten Infostand vertreten.
Kiki Schmidt moderierte den ganzen Abend sehr kompetent und befragte unter anderem die anwesenden Ökostromanbieter, die den Abend auch finanziell unterstützt hatten. Hauptsponsor der Party war FRANKEN SOLAR – Gottfried Rimmele vom südpunkt unterstützte uns mit Technik und Beratung. Diese Fest war rundum gelungen!
Das Interesse am Stromwechsel war generell groß; die meisten wechselten jedoch nicht vor Ort ihren Stromanbieter sondern nahmen die Verträge mit nach Hause. Aufgrund der vielen begeisterten Rückmeldungen gehen wir davon aus, dass die Stromwechselparty noch weitere Kreise zieht.