Unsere Aktionen ab 2010

Demo am Hambacher Forst - 6.10.18

Demo am Hambi Die Demo am Hambacher Forst mit 50.000 TeilnehmerInnen - darunter auch viele junge Menschen - hat uns Hoffnung gegeben, dass der unübersehbare Klimawandel jetzt von einem zunehmendem Teil der Bevölkerung ernst genommen wird. Die Politik hat das Thema bisher nur verschleppt und handelt nicht!

Daher muss wieder die Zivilgesellschaft ran. Neben Initiativen und Umweltverbänden, die sich seit Jahrzehnten für Klimaschutz einsetzen, sind es die mutigen AktivistInnen von Ende Gelände und die BaumbesetzerInnen im Hambacher Wald, denen es gelungen ist, dem Widerstand gegen Kohleabbau und für Klimagerechtigkeit einen höheren Stellenwert in der Öffentlichkeit zu geben.

Der Hambi ist mittlerweile zum Symbol der Klimabewegung geworden, da sich an diesem Beispiel der zerstörerische Wahnsinn des Kohleabbaus so deutlich zeigt. Demo am Hambi

Was uns bei der Demo am meisten berührt hat, war eine Art Aufbruchstimmung, dass aus dem Kampf um den Hambi endlich eine größe Bewegung entsteht: Für den Ausstieg aus dem Klimakiller Nummer 1 Kohle und dafür, dass wir unseren bisherigen ausufernden, ausbeuterischen Lebensstil aufgeben müssen, da die Erde ihn schlichtweg nicht mehr vertragen kann.




"Das ist die Mitte der Gesellschaft" Zehntausende demonstrieren am Hambacher Forst – gegen die Rodung und eine Politik, die den Mehrheitswillen ignoriere. Sie feiern diesen Tag als Zäsur in der Klimapolitik. - Die ZEIT; (wir kommen im Video zu Wort)

Unterschriften-Übergabe für die Stilllegung von Gundremmingen beim CSU-Parteitag in Nürnberg

Unterschriften-Übergabe CSU-Parteitag


Anlässlich des CSU Parteitags in Nürnberg im Dezember 2017 übergaben Jochen Stay von “ausgestrahlt” und ein Mitarbeiter des Umweltinstitus München 40.183 Unterschriften für die Stillegung von Block C des AKW Gundremmingen zusammen mit Block B an MdB Dr. Georg Nüßlein (CSU) stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und zuständig für Gesundheits- und Umweltpolitik.
Unterschriften-Übergabe CSU-Parteitag Block B soll nach dem Willen der Regierung trotz gefährlicher technischer Mängel bis zum Jahr 2022 in Betrieb bleiben!

Mahnwachen zu den Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima

Fukushima-Jahrestag





Seit vielen Jahren stehen wir gemeinsam mit den Müttern gegen Atomkraft vor der Nürnberger Lorenzkirche um an die Atomunfälle zu erinnern - so auch wieder 2017.



Tschernobyl-Jahrestag 2016





2016 gingen wir zum 30. mal für das Gedenken an Tschernobyl auf die Straße. Für die Menschen vor Ort ist die Katastrophe noch lange nicht vorbei. Sie müssen deswegen Krankheiten und soziale Ausgrenzung ertragen.



Wir beteiligten uns gemeinsam mit 250.000 Menschen an der Anti-TTIP-Demo in Berlin im Oktober 2015

Anti-TTIP-Demo Berlin 2015 Anti-TTIP-Demo Berlin 2015

Das sogenannte Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA bedroht so gut wie alle Bereiche des menschlichen Lebens und der Umwelt. Es wird - so wir es nicht verhindern - zu einer Schwächung unserer Demokratie führen und zu einer noch größeren Macht der Konzerne.

Das Energiewendebündnis bei der Energiewende-Demo in Berlin am 30.11.13

Energiewendedemo Berlin Energiewendedemo Berlin

16.000 Menschen demonstrierten in Berlin für die weitere Umsetzung der Energiewende. Denn entgegen aller Sonntagsreden besteht in Politik und Wirtschaft eine ausgeprägte Blockadehaltung gegen die Erneuerbaren Energien; die Kohle- und Atomlobby erstarkt zusehends. Bestes Beispiel dafür ist Frau Krafts Engagement für die Kohle-Kraftwerke der beiden in ihrem Bundesland angesiedelten Unternehmen E.on und RWE in den Koalitionsverhandlungen.

Film High Power von Pradeep Indulkar über Atomkraft in Indien

Pradeep Indulkar Am 2.10.2013 machte der indische Filmemacher Pradeep Indulkar, der früher in der Atomforschung arbeitete, auf seiner Rundreise durch Deutschland auch in Nürnberg Station und zeigte seinen Dokumentar-Film "High Power". Anschließend ergab sich eine lebhafte Diskussion auch über das von AREVA in Jaitapur geplante weltgrößte AKW mit bis zu sechs EPR-Reaktoren. Banner Stopp Jaitapur
Nach einem 2009 geschlossenen Vertrag plant AREVA in Jaitapur zunächst zwei, langfristig jedoch bis zu sechs EPR-Reaktoren zu errichten. Damit würde das in einem Erdbebengebiet gelegene Jaitapur der weltgrößte AKW-Standort - in einem Land, das Atomwaffen besitzt jedoch den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat!
AREVA beantragte 2011 eine Hermes-Bürgschaft für Jaitapur, da auch deutsche AREVA-Niederlassungen an dem Projekt arbeiten. Pradeep Indulkar geht davon aus, dass 1000 deutsche Areva-Mitarbeiter (unter anderem in Erlangen) am EPR-Bau im finnischen Olkiluoto beteiligt sind und fürchtet, dass diese nach Fertigstellung des dortigen AKW dann in Jaitapur eingesetzt werden.
Pradeep Indulkar engagiert sich dort bei dem verzweifelten Kampf der betroffenen Bevölkerung. Mehrere tausend Bauern sind gezwungen, entweder ihr Land zu verkaufen oder enteignet zu werden. Diese Menschen sind arm und völlig von den Erträgen ihres kleinen Stück Landes abhängig.

Wie gehts weiter mit Jaitapur? Der angeschlagene Areva-Konzern gab Anfang 2015 das Geschäft mit AKW-Neubauten an den staatseigenen, französischen Stromerzeuger EDF ab. So führt EDF jetzt auch das Projekt Jaitapur weiter und will dort sechs EPR-Reaktoren bauen. Dies geht aus der Anfang 2016 getroffenen Absichtserklärung zwischen EDF und dem indischen Atomenergiebetreiber NPCIL hervor.

Ein großes Hindernis für die Verhandlungen zwischen EDF und indischer Regierung war das "Civil Liability for Nuclear Damage Act" von 2010, ein Gesetz, das bei einem Atomunglück auch den Lieferanten des AKW in Haftung nimmt. Indien ratifizierte jedoch im Mai 2016 die weniger scharfe internationale Atomhaftungskonvention CSC. So steht dem von Indien geplanten massiven Ausbau der Kernenergie nur der Widerstand der Bevölkerung im Weg.
Die world nuclear association rechnet allerdings erst 2018 mit einem Baubeginn der ersten zwei Reaktoren in Jaitapur. Die Verhandlungen mit EDF laufen noch - neben Haftungsfragen (auch zur garantierten Uranversorgung) geht es vor allem um das Minimieren der hohen Baukosten durch die Übernahme größerer Teile der Baumaßnahmen durch indische Unternehmen.

Das EWB engagiert sich für die Initiative "Energie in Bürgerhand"

Energie in Bürgerhand
Wir waren beim Reichswaldfest 2013 mit einem Stand vertreten, um Unterschriften und Unterstützer-Fotos zu sammeln und für die bürgernahe Energiewende zu werben.



Energie Bürgerhand

Die KandidatInnen mit EWB-Mitgliedern

Während des Wahlkampfs für den bayerischen Landtag und den Bundestag 2013, warben wir bei den Nürnberger KandidatInnen um eine eindeutige Stellungnahme für die Bürger-Energiewende.

Wir erhielten die Zusage, sich dafür einzusetzen von den auf nebenstehendem Foto abgebildeten Personen. Zu sehen sind (von links): Johannes Rupprecht (MLPD), 4. v.l. Harald Fuchs (Bündnis 90/Die Grünen), Gabriela Heinrich (SPD), 7.v.l. Emanuel Kotzian, Patrick Linnert (Piratenpartei) und Paul Michael Blackman (Bündnis 21/RRP).

Auf der Fraktionsseite von Energie in Bürgerhand haben außerdem unterschrieben: Martin Burkert (SPD), Birgit Raab (Bündnis 90/Die Grünen), Harald Weinberg (Die Linke) und Dr. Dieter Katterle (FDP)



Protestaktionen gegen Areva als Club-Hauptsponsor 2011

Am 30.3.11 protestierten Greenpeace Nürnberg, Energiewendebündnis und Mütter gegen Atomkraft vor der Geschäftsstelle des 1. FC Nürnberg gegen den Club-Hauptsponsor Areva. Wir forderten, dass der Club seinen seit 2007 bestehenden Vertrag mit dem Atomkonzern beendet und nicht länger seinen guten Namen dafür hergibt, Werbung für diese hochgefährliche Technik zu betreiben. Mehr dazu in unserer Pressemitteilung
Unser Bündnis schrieb am 4. April 2011 einen offenen Brief an die beiden Club-Vorstände Bader und Woy, in dem wir den Vorstand dazu auffordern, den Sponsoren-Vertrag mit Areva zu beenden.

Die Nürnberger Zeitung zur Veranstaltung Der Club und Areva - Sponsoring um jeden Preis?, auf der ausführlich über die verheerenden Schäden durch den Uranabbau berichtet wurde: “Der Club kneift - der Fan schaut weg”

Gemeinsam mit weiteren Akteuren haben wir unser Ziel erreicht: Seit Mitte 2012 ist Areva nicht mehr Haupt- und Trikotsponsor des 1.FC Nürnberg!
Allerdings blieb Areva danach für eine weitere Saison Club-Partner und richtete noch das Jugendfußballturnier der FCN-Jugend, den AREVA U14-Cup 2013 aus.

Anti-Atom-Aktionen

Castor stoppen 2011- Impressionen





Dieses Jahr gab es eine Vielzahl von Blockadeaktionen - davon mehrere, die über Stunden andauerten: Zum Beispiel die Pyramiden-Blockade über 14 Stunden auf der Schiene in Hitzacker von vier Bauern der Bäuerlichen Notgemeinschaft, vor der die Polizei kapitulieren musste. Und die Greenpeace-Aktion mit einem Transporter, die über sechs Stunden die Straße in Klein-Gusborn versperrte.





Schienenblockade

Über 3000 Menschen beteiligten sich an einer Schienenblockade bei Harlingen, die während der Großkundgebung in Dannenberg begann. Nachts wurden die BlockiererInnen von der Polizei geräumt und über 1000 Menschen in die Gefangenensammelstelle gebracht: Zwar mit Decken und Essen versorgt, aber unter freiem Himmel mussten die CastorgegnerInnen dort viele Stunden bis zu ihrer Freilassung ausharren.

Fahrraddemo

Wieder gab es eine Fahrraddemo mit 200 Menschen vom Verladekran in Dannenberg bis zum sog. “Erkundungsbergwerk” Gorleben (als Atommüll-Endlager). Da hier die Arbeiten untertage schon sehr weit fortgeschritten sind, wird es von Einheimischen nur noch “Schwarzbau Gorleben” genannt. Röttgens Spruch von einer “weißen Landkarte” für die “ergebnisoffene” Endlagersuche ist höchst unglaubwürdig, weil der Ausbau weiter in vollem Gange ist. Während die Fahrraddemo in Gorleben Pause macht, strömen ein paar hundert BlockiererInnen von x-tausendmal-quer auf die Straße und lassen sich nieder. Bis zur Räumung wuchs die Blockade auf 1400 Menschen an.

“Landmaschinenschau”

In Groß-Gusborn gab es eine “Landmaschinenschau”. Die Bauern stellten recht häufig im ganzen Landkreis - bevorzugt auf Kreuzungen - ihre Trecker ab, wo sie bewundert werden konnten.

12. März 2011 Menschenkette Stuttgart - AKW Neckarwestheim

Zwei Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg wurde eine 40 km lange Menschenkette mit 60.000 Menschen zwischen dem Atomkraftwerk Neckarwestheim und der Staatskanzlei in Stuttgart gebildet. Damit sollte ein deutliches Zeichen gegen die Atompolitik in diesem Land gesetzt werden. Überschattet wurde die Aktion von ständig neuen Schreckensmeldungen von der Explosion und drohender Kernschmelze in japanischen Atomkraftwerken.


Menschenkette am 9.10.2010 in München




Die Aktions- und Menschenkette zwischen den Zentralen der Atomlobby (CSU-Zentrale, EON, Siemens, Umweltministerium) war ein voller Erfolg! Die 10 km lange Kette war geschlossen - die Menschen standen dicht gedrängt.


Das Energiewendebündnis war am 5.9.09 bei der großen Anti-Atom-Demo in Berlin

Vor den Bundestagswahlen sollte noch einmal ein unübersehbares Zeichen gesetzt werden, dass mit uns Laufzeitverlängerungen und ein Endlager Gorleben nicht zu machen sind! Auch hunderte von Bauern aus Gorleben kamen mit ihren Treckern nach Berlin.


Mit Gorleben kommen sie nicht durch! Castor stoppen 2010



Zur Großdemo am Samstag kamen ca 50.000 Menschen. Viele mussten - wie wir - erst einmal fünf km vom Busparkplatz laufen, da unerwartet viele Busse (über 400) eintrafen. Es war viel Presse da - auch international. Ein französischer Sender war Tag und Nacht vor Ort bis der Castor im Zwischenlager war.


Schienenblockade

Es war zunächst schwierig, auf die Bahnstrecke Lüneburg - Dannenberg zu gelangen, die für den normalen Zugverkehr gesperrt war, da die Polizei ein Betreten verhinderte. Doch nachdem von einer größeren Gruppe von Widersetzen der Anfang gemacht war, strömten nach und nach bis zu 5000 Menschen auf die Gleise. 1500 von ihnen harrten bei Minustemperaturen bis in die Nacht hinein aus.
Da der Nachschub der Polizei durch die vielen Treckerblockaden ausblieb, konnte die Blockade zunächst nicht mit “rechtsstaatlichen Mitteln” (so einer der Einsatzleiter vor Ort) aufgelöst werden. Dies geschah erst weit nach Mitternacht. Die Castor-Gegner wurden in einen Kessel aus Polizeifahrzeugen gesperrt - statt in die Gefangenensammelstelle in Lüchow gebracht zu werden. Die zuerst Geräumten mussten dort viele Stunden in der Kälte ausharren. In Lüchow warteten derweil sechs Richter umsonst, um eine rechtsstaatliche Behandlung der Demonstranten zu gewährleisten.

Fahrraddemo

Zu einer Fahrraddemo vom Verladekran zum Zwischenlager Gorleben kamen 600 Menschen zusammen. Überall sah man in dieser schönen Gegend Zeichen des Widerstands: Die gelben Kreuze als Symbole des sich Querstellens, Installationen mit Puppen und viele weitere kreative Protestmittel. Immer wieder sah man Trecker herumflitzen - auf dem Weg zur nächsten Bockade... In Klein Gusborn radelten wir an der Installation des bayerischen Künstlers Franz Hartmann vorbei: „Ehrenfriedhof für Bundestagsabgeordnete nach dem Supergau“.
Im Ort Gorleben wurde der Raddemo zunächst die Weiterfahrt zum Zwischenlager verwehrt. Nach teils hefitgen Debatten fuhren wir bis zur Blockade von x-tausendmal-quer vor dem Zwischenlager.






Straßenblockade Zwischenlager

Bei der Straßenblockade vor dem Zwischenlager Gorleben von x-tausendmal-quer harrten bis zu 4000 Menschen 2 Tage und 2 Nächte aus.





Treckerblockaden

Dieses Jahr gab es mehr Treckerblockaden als sonst. Sie schnitten der Polizei sehr effektiv die Nachschubwege ab. Wasserwerfer und Mannschaftswagen kamen so nicht durch. Dies unterstützte die Menschen vor dem Zwischenlager und auf den Schienen, die so länger blockieren bzw. schottern konnten - eine gute Zusammenarbeit!





Greenpeace-Blockade

Greenpeace gelang ein toller Coup: Mit einem ausgedienten Bier-Laster gelang ihnen das Kunststück, die Straße, die der Castor-Straßentransport nehmen musste, mit einer komplizierten Vorrichtung, zu blockieren. Zwei Greenpeace-Aktivisten hatten sich mit den Füßen einbetoniert und dieser Klotz war zusätzlich in der Straße verankert. Es dauerte viele Stunden, bis der Castor losfahren konnte. Gleichzeitig ketteten sich wieder Bauern der Bäuerlichen Notgemeinschaft in einer Betonpyramide in Gorleben an.



Über einen Tag später als geplant, traf der Castor dann doch noch im Zwischenlager ein. Wir hatten den Eindruck, dass die Polizei mit ihren bis zu 20.000 Beamten (!) an ihre Grenzen geraten ist. Endlich kommen auch Aussagen von Polizeiseite, dass die massiven Fehlleistungen der Bundesregierung nicht mit polizeilichen Mitteln zu lösen sind.
Was leider untergeht bei der Berichterstattung sind die häufigen Verletzungen der demokratischen Freiheitsrechte. Wenn man zur Castorzeit im Wendland ist, hat man den Eindruck, dass zu dieser Zeit das Grundgesetz ungültig ist. Dies beginnt mit ständigen Ausweiskontrollen der Bewohner schon lange vor dem Castor, Hausdurchsuchungen, Vorladungen bis hinzu unverhältnismäßiger Gewalt gegen Schotterer und einem massiven Übergriff auf einen Kletterer. Auch wenn die Polizei ansonsten überwiegend besonnen vorging, ist das Wendland zur Castorzeit ein besetztes Land.
Das Resümee des Republikanischen Anwaltsvereins

Weiter zurückliegende Anti-Atom-Aktionen des Energiewendebündnisses finden sich in unserem Aktions-Archiv